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    Fakultät für Physik und Astronomie

    Exzellenzcluster startet durch

    29.08.2019

    Ihren Erfolg in der Exzellenzstrategie haben die Universitäten Würzburg und Dresden jetzt auch offiziell gefeiert. Sie forschen im neu eingerichteten Exzellenzcluster ct.qmat gemeinsam an Quantenmaterialien.

    Auftakttreffen des Exzellenzclusters ct.qmat im Fürstensaal der Würzburger Residenz.
    Auftakttreffen des Exzellenzclusters ct.qmat im Fürstensaal der Würzburger Residenz. (Bild: Robert Emmerich / Universität Würzburg)

    Es gibt Dinge, in denen Dresden und Würzburg sich unterscheiden. Dresden ist Landeshauptstadt, hat viermal mehr Einwohner und deutlich mehr historische Pracht zu bieten. Auch der örtliche Dialekt hebt sich von der unterfränkischen Mundart ab.

    Und es gibt Dinge, die Dresden und Würzburg verbinden. Beide Städte liegen in anmutigen Flusstälern mit mildem Klima. Und beide haben Universitäten, deren Physik-Fakultäten auf dem Gebiet der topologischen Materialien international führend sind.

    Materialien für technologische Anwendungen

    Nun haben die Physikgruppen der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg und der Technischen Universität Dresden (TUD) ihre Kräfte gebündelt: Im Exzellenzcluster „Komplexität und Topologie in Quantenmaterialien (ct.qmat)“ erforschen sie gemeinsam neuartige Materialien, die für die Informationsverarbeitung, die Energieversorgung und andere technologische Anwendungen interessant sein könnten.

    Der Exzellenzcluster ct.qmat wird in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder zunächst bis Ende 2025 mit 42 Millionen Euro gefördert. Der Freistaat Bayern unterstützt den Würzburger Teil des Forschungsverbunds mit zusätzlichen 3,5 Millionen Euro.

    Der bayerisch-sächsische Cluster hat seine Arbeit im Januar 2019 aufgenommen. Jetzt fand sich die Zeit, den Erfolg in der Exzellenzstrategie auch gemeinsam zu feiern. Die Kickoff-Veranstaltung fand am 28. August 2019 im Fürstensaal der Würzburger Residenz statt. Eine Delegation aus Dresden mit dem Rektor an der Spitze war dazu mit dem Bus angereist.

    Viel Unterstützung für junge Forschende

    Die Festgesellschaft im Fürstensaal bestand überwiegend aus Doktoranden und Postdocs – das ist kein Wunder, schließlich hat sich der Exzellenzcluster auch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses als Ziel gesetzt.

    Vier Juniorforschungsgruppen, je zwei an jedem Standort, werden im Rahmen von ct.qmat aufgebaut. Neu eingerichtet wird auch eine „Quantum Matter Academy“: Darin sollen Promovierende durch Zusatzangebote bestmöglich auf eine Karriere in der Wissenschaft vorbereitet werden. Das Hallwachs-Röntgen-Programm fördert herausragende Postdocs, die an beiden Standorten forschen. Weiterhin werden fünf neue Professuren etabliert, drei davon an der JMU.

    Als Fördermaßnahme für junge Wissenschaftlerinnen soll aus dem Cluster heraus ein internationales Netzwerk von Frauen geknüpft werden, die in der Festkörperphysik forschen. „Denn der Frauenanteil in unserem Gebiet ist noch nicht so hoch“, so der Würzburger Clustersprecher Professor Ralph Claessen.

    Cluster ist schon nach kurzer Zeit gut sichtbar

    Claessen stellte bei der Feier gemeinsam mit dem Dresdener Sprecher Professor Matthias Vojta den Exzellenzcluster vor. Von den beiden Physikprofessoren erfuhr das Publikum unter anderem, dass aus dem Cluster heraus seit Jahresbeginn 66 Publikationen in renommierten Fachjournalen erschienen sind.

    Der Cluster ist also schon nach relativ kurzer Zeit sehr gut sichtbar. Darauf hatte auch JMU-Präsident Alfred Forchel in seinem Grußwort hingewiesen: Ihm zufolge ist an der JMU die Zahl der Studierenden deutlich gestiegen, die sich für Masterarbeiten über Cluster-Themen bewerben.

    Deutliches Zeichen für die Forschungscommunity

    Wie TUD-Rektor Hans Müller-Steinhagen hervorhob, ist ct.qmat der einzige länderübergreifende Exzellenzcluster: „Wir hoffen, dass wir damit ein Zeichen für die Wissenschaftscommunity in Deutschland setzen können.“ Und zwar auch das Zeichen, dass zwei Standorte, die 370 Kilometer voneinander entfernt sind, durchaus erfolgreich miteinander forschen können.

    Ministerialdirigent Michael Mihatsch überbrachte bei der Feier Grüße und Glückwünsche aus dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Am Ende der Veranstaltung boten die Professoren Laurens Molenkamp, Roderich Moessner und Ronny Thomale Einblicke in ihre Forschungsgebiete. Das Meeting endete mit einem Empfang im Foyer des Fürstensaals.

    Weblink

    Exzellenzcluster ct.qmat: https://www.ctqmat.de

    Weitere Bilder

    Von Robert Emmerich

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