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Fakultät für Physik und Astronomie

Ablauf und Dokumente

Die Habilitation dient der förmlichen Feststellung der wissenschaftlichen und pädagogischen Eignung zum Professor in einem wissenschaftlichen Fachgebiet, das an der Fakultät für Physik und Astronomie der Universität Würzburg durch eine Professur vertreten ist (Lehrbefähigung).

Habilitationsordnung der Fakultät für Physik & Astronomie (2004)

Nach einer abgeschlossenen Promotion gibt es für Wissenschaftler die Möglichkeit eine Habilitation anzuschließen. Die Habilitation dient dabei der förmlichen Feststellung der wissenschaftlichen und pädagogischen Eignung zum Professor (Lehrbefähigung).

Ein vollständiger Antrag zum Habilitationsgesuch muss beinhalten:

  1. Schriftlicher Antrag auf Annahme als Habilitand ist an den Dekan zu richten. Im Gesuch ist anzugeben, für welches Fachgebiet die Lehrbefähigung angestrebt wird. Es kann nur für ein Fachgebiet eine Lehrbefähigung erteilt werden. Zudem sollte ein Vorschlag in Abstimmung mit dem Habilitationsvater/der Habilitationsmutter für die 3 Mitglieder für das spätere Fachmentorat angegeben werden

Dem Gesuch sind beizufügen

  1. als Nachweise zu den in der Habilitationsordnung 2004 in §3 Abs. 2 a) und b) genannten Voraussetzungen, beglaubigte Ablichtungen des Doktordiploms, aller Zeugnisse und Diplome über akademische oder staatliche Abschlussprüfungen und des Zeugnisses der Hochschulreife;
  2. ein lückenloser chronologischer Lebenslauf mit besonderer Berücksichtigung des akademischen und beruflichen Werdegangs;
  3. ein vollständiges Schriftenverzeichnis der wissenschaftlichen Arbeiten des Bewerbers (nur bereits veröffentlichte Publikationen);
  4.  je ein Exemplar der bisherigen wissenschaftlichen Veröffentlichungen und ein Exemplar der Dissertation (feste Bindung), wobei druckfertige Manuskripte mit beigefügt werden können;
  5. ein Verzeichnis der bisher durchgeführten akademischen Lehrveranstaltungen (Titel, Art der Lehrveranstaltung, SWS) sowie detaillierte Angaben zur bisherigen Vortragstätigkeit;
  6. eine Darstellung der im Habilitationsverfahren geplanten wissenschaftlichen Arbeiten und Angaben darüber, welche drittmittelfähige Grundausstattung voraussichtlich benötigt wird;
  7. eine Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls mit welchem Erfolg er an einer anderen Hochschule ein Habilitationsgesuch eingereicht hat und ob ihm ein akademischer Grad entzogen worden ist;
  8. ein amtliches Führungszeugnis, sofern der Bewerber nicht im öffentlichen Dienst steht;
  9. der Nachweis ausreichender Beherrschung der deutschen Sprache (B2 Niveau), wenn der Bewerber aus dem fremdsprachigen Ausland kommt.

Checkliste für den Antrag (PDF)
Schriftlicher Antrag an den Dekan (Muster)

Lebenslauf (Muster)
Verzeichnis akademischer Lehrveranstaltungen & Vorträge (Muster)
 

 

Nach der Prüfung des vollständig eingereichten Antrags werden die Unterlagen i.d.R. in der nächsten Sitzung dem Fakultätsrat zur Behandlung des Habilitationsgesuches und zur Einsetzung einer Habilitiationskommission (bestehend aus  5 Hochschullehrern/-innen, 1 wissenschaftlichen Mitarbeiter/-in und 1 studentischen Vertreter/-in) vorgelegt.

Termine Fakultätsrat https://www.physik.uni-wuerzburg.de/ueber-uns/organisation/sitzungstermine/

Gemäß §4 Abs. 3 HabO 2004  muss sich der Wissenschaftler/ die Wissenschaftlerin vor der entgültigen Annahme durch einen hochschulöffentlichen Vorstellungsvortrag vorstellen Diese Vorstellung geschieht über einen Vortrag in der Vortragsreihe "Physikalisches Kolloquium", das im Semester jeden Montag stattfindet. Die Habilitationskommission wird rechtzeitig vom Habilitationsbüro über den Vorstellungsvortrag informiert.

Der Wissenschaftler muss sich um diesen Vortragstermin selbst kümmern. Verantwortliche für die Vergabe der Termine ist die Kolloquiumskommission. Termine und Zusammensetzung der Kommission sind zu finden unter https://www.physik.uni-wuerzburg.de/aktuelles/veranstaltungen-aus-der-physik/physikalisches-kolloquium/.

Bitte teilen Sie uns rechtzeitig mit wann Sie Ihr Vorstellungskolloquium halten und wie der Titel lautet.

Nach dem Vorstellungsvortrag erstellt die Habilitationskommission eine schriftliche Stellungnahme zum Habilitationsgesuch des Wissenschaftlers/der Wissenschaftlerin für den Fakultätsrat. Nach Eingang dieser Stellungnahme, entscheidet der Fakultätsrat in der nächsten Sitzung über die endgültige Annahme als Habilitand/-in und setzt ein Fachmentorat (3 Hochschullehrer) für das weitere Habilitationsverfahren ein. Das Fachmentorat übernimmt eine Vertrauens- und Schutzfunktion für den Habilitanden. Es begleitet und unterstützt den Habilitanden/die Habilitandin bei den für den Erwerb der Lehrbefähigung notwendigen Leistungen in Forschung und Lehre sowie bei der Sicherstellung einer drittmittelfähigen Grundausstattung. (siehe hierzu §5 HabO 2004).

Über die Annahme als Habilitand/-in und damit über den Beginn des Habilitationsverfahren werden der Habilitand/die Habilitandin und die Mitglieder des Fachmentorats schnellstmöglich informiert. Zudem sind der Habilitand/die Habilitandin aufgefordert zusammen mit dem Fachmentorat schnellst möglich eine Habilitationsvereinbarung über die erwarteten Leistungen abzuschließen. Diese bitte schnellst möglich im Original im Habilitationsbüro einreichen.

Gemäß § 7 HabO 2004 muss das Fachmentorat spätestens 2 Jahre nach der Annahme als Habilitand/-in eine Zwischenevaluation durchführen. 

Durch diese soll eine Prognose über den Erfolg der Habilitation erstellt werden und ggf. notwendige Korrekturen an der Habilvereinbarung vorgenommen werden. Die Kriterien, die bei der Zwischenevaluation angewendet werden sollen sind zu finden unter § 7 Abs. 1 HabO 2004

 

Gemäß §8 HabO 2004 muss spätestens nach Ablauf von vier Jahren nach der Annahme als Habilitand/-in eine abschließende wissenschaftliche Begutachtung vom Fachmentorat eingeleitet werden.

Stellt das Fachmentorat bei der Vorbereitung der abschließenden wissenschaftlichen Begutachtung fest, dass die Leistungen innerhalb der Vierjahresfrist nicht erbracht
werden können, so kann dem Habilitanden eine angemessene Nachfrist eingeräumt werden.  Diese Nachfrist muss vom per formlosen Antrag beim Dekan beantragt werden. Zeiten
der Wahrnehmung von Vertretungen von Professuren, der Inanspruchnahme von Elternzeit oder
eines Beschäftigungsverbots nach der Verordnung über den Mutterschutz von Beamtinnen sowie
bei Habilitanden, die nicht Mitglieder der Universität Würzburg sind, sollen die Vierjahresfrist
verlängern .

Für die abschließende wissenschaftliche Begutachtung legt der Habilitand/die Habilitandin folgende Unterlagen vor:

  1. einen aktualisierten vollständiger, chronologischer Lebenslauf (mit Datum und Originalunterschrift);
  2. ein Verzeichnis der wissenschaftlichen Veröffentlichungen;
  3. ein Verzeichnis der bisher abgehaltenen Lehrveranstaltungen (Titel der Veranstaltung, Art der Veranstaltung, SWS);d) vier Exemplare der schriftlichen Habilitationsschrift;
  4. eine nicht mehr als zehn Seiten umfassende Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse der eingereichten Arbeiten;
  5. eine Versicherung, dass die schriftliche Habilitationsleistung selbständig verfasst und die Herkunft des verwendeten oder zitierten Materials ordnungsgemäß kenntlich gemacht ist;
  6. eine Erklärung darüber, dass der Bewerber kein anderes Habilitationsgesuch eingereicht hat, ihm kein akademischer Grad entzogen worden ist und auch kein Verfahren gegen ihn anhängig ist, das die Entziehung eines akademischen Grades zur Folge haben könnte.

Checkliste Abgabe wissenschaftliche Begutachtung

Diese Unterlagen werden im Anschluss den Gutachtern zur wissenschaftlichen Evaluation weitergegeben.

Nach Eingang der Gutachten wird das Fachmentorat und die Studierendenvertretung durch den Dekan aufgefordert eine abschließende Stellungnahme für die Entscheidung im Fakultätsrat zu erstellen.

Über die Entgültige Erteilung der Lehrbefähigung entscheidet der Fakultätsrat nach Vorliegen und Prüfung aller Unterlagen, Gutachten und Stellungnahmen.

Nach erfolgreicher Beguchtachtung erhält der Habilitand seine Urkunde im Rahmen eines öffentlichen Abschlussvortrags durch den Dekan oder Prodekan.

Nach erfolgreicher Habilitation kann der Habilitierte/die Habilitierte auf Antrag an die Fakultät und Universität der Titel Privatdozent/-in ("PD") verliehen bekommen.

Dazu muss folgendes eingereicht werden:

  • akuteller lückenloser Lebenslauf
  • formloser Antrag auf Erteilung der Lehrbefugnis
  • Schriftenverzeichnis/Publikationsverzeichnis
  • Formblätter Verfassungstreue und Scientology