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Fakultät für Physik und Astronomie

Johannes Stark

Biografie

Am 15. April 1874 kommt Johannes Stark in Schickenhof bei Weiden zur Welt. Von 1892 bis 1897 studiert er Physik bei Eugen Lommel in München und promoviert 1897 mit einer Arbeit über Ruß. Von 1897 bis 1899 wird er sein Assistent im Physikalischen Institut. 1900 habilitiert Stark an der Universität Göttingen. Bis 1906 ist er dort Privatdozent und Assistent an der Universität Göttingen bei Eduard Rieke, bis er 1906 eine außerordentliche Professur der Physik an der Technischen Hochschule Hannover übernimmt. 1909 wechselt Stark nach Aachen und 1917 an die Universität Greifswald.

1919 erhält Johannes Stark den Nobelpreis für Physik für „die Entdeckung des Dopplereffekts bei den Kanalstrahlen“.

1920 wechselt Stark nach Würzburg, wo er die Nachfolge von Wilhelm Wien übernimmt und aufgrund Differenzen 1922 ausscheidet. Nach der Machtergreifung Hitlers ist Stark von 1933 bis 1939 Präsident der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt Berlin.

Aufgrund seiner antijüdischen Publikationen und der Mitgliedschaft in der NSDAP wird er nach dem Krieg vor Gericht gestellt. Von Laue, Heisenberg und Sommerfeld sagen gegen ihn aus. Am 20.Juli 1947 wird Johannes Stark als Hauptschuldiger eingestuft und vom Gericht zu vier Jahren Arbeitslager verurteilt. Das Urteil wird später wieder aufgehoben.

Johannes Stark stirbt am 21. Juni 1957 in Traunstein

Forschung/Nobelpreis

Im Jahr 1905, der Veröffentlichung von Einstein über die Spezielle Relativitätstheorie (SR) konnte Stark experimentell zeigen, dass ein Effekt der Relativitätstheorie bestätigt werden konnte. Die Bewegung einer Lichtquelle hat einen Einfluss auf die ausgestrahlte Frequenz. Der akustische Doppler-Effekt war auch im atomaren Bereich nachweisbar.
Peter Zeemann hatte 1896 gefunden, dass sich Spektrallinien unter dem Einfluss eines starken Magnetfeldes in drei einzelne Linien aufspalten. Was geschieht bei einem starken elektrischen Feld? Stark meisterte die experimentellen Schwierigkeiten 1913 und fand ganz analoge Effekte.

Arbeiten und Leben in Würzburg

Im Jahre 1920 wurde Wilhelm Wien als Nachfolger von Röntgen nach München berufen und Stark konnte sein Nachfolger an der Würzburger Universität werden. Stark war eine schwierige und machtbesessene Persönlichkeit. Es dauerte nicht lange, da erregte sein Verhalten Missstimmungen und es entstanden Auseinandersetzungen mit der Fakultät: Eine Habilitationsschrift entsprach nicht den üblichen Anforderungen und er kam seinen Vorlesungsverpflichtungen nicht nach. Nach nur zwei Jahren schied er aus dem Lehrkörper aus und kehrte in seine Heimat zurück. Infolge des Nobel-Preises war er finanziell unabhängig.

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