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Fakultät für Physik und Astronomie

Wilhelm Conrad Röntgen

Biographie

Am 27.03.1845 wurde er als Sohn eines Stoffhändlers in Lennep (heute ein Stadtteil Remscheids) geboren. Von 1861 bis 1863 besuchte er die Technische Schule in Utrecht, welche er ohne Abitur verlässt.

Von 1865 bis 1868 studiert er die Fächer Maschinenbau, Physik und Ästhetik am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich, wo er sein Studium am 6.8.1868 mit Diplom in Maschinenbau abschließt.

Ab 1869 beginnt er in Zürich zu promovieren und wird von 1870 bis 1876 Assistent bei August Kundt an den Universitäten Würzburg und Straßburg.

Seine Habilitation folgt 1874 an der Universität Straßburg, an der er zwei Jahre später eine außerordentliche Professur annimmt. 1879 folgt eine ordentliche Professur an der Universität Gießen bis er 1888 an der Universität Würzburg eine Professur und ein Ordinariat an der Universität Würzburg übernimmt. 1893 wird Röntgen zum Rektor der Universität Würzburg gewählt.

Im Jahr 1895 entdeckt Röntgen die X-Strahlen, die Röntgenstrahlen.

Fünf Jahre später wechselt Röntgen auf eine Professur an die Universität München. Im Jahr darauf, 1901 erhält er den Nobelpreis für Physik "in Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, das er sich durch die Entdeckung der nach ihm benannten Strahlen erworben hat".

Am 10.02.1923 stirbt Wilhelm Conrad Röntgen in München.

Die Forschung, die zum Nobelpreis führte

Ein aktueller Zweig der damaligen physikalischen Experimentierkunst waren Versuche mit elektrischen Gasentladungen. Warum Röntgen damit zu experimentieren anfing, wissen wir nicht.Zielstrebig kaufte er sich aber die richtigen Experimentiergeräte, um in einer nahezu luftleeren Glasröhre elektrische Entladungen bei hoher Spannung zu untersuchen.

Vielleicht suchte er nach Strahlen, die das Glas der Röhre durchdringen und mit einem fluoreszierenden Schirm sichtbar gemacht werden könnten. Das Laboratorium war fast dunkel. Nur die Leuchterscheinungen in der Röhre erhellten ihn schwach. Röntgen störte auch dieses Licht noch. Er umhüllte die Röhre mit schwarzem Karton. Zu seiner Überraschung leuchtete der Fluoreszenzschirm auf! Beim Experimentieren mit dem Leuchtschirm geriet seine Hand zwischen Röhre und Leuchtschirm. Er sah Knochen seiner Hand.

Arbeiten und Leben in Würzburg

Die Röntgens wohnten in der sieben Zimmer Wohnung im Obergeschoß des Physikalischen Instituts am Röntgenring 8. Noch in Gießen hatte das kinderlose Ehepaar die sechsjährige Tochter eines Verwandten zu sich genommen, deren schlechter Gesundheitszustand aber keinen regelmäßigen Schulbesuch zuließ. Auch das junge Hausmädchen kommt nach Würzburg mit.

Röntgens erfreuten sich des regen Kulturlebens in Würzburg, gingen ins Theater und in Konzerte und waren eng mit Theodor Boveri befreundet. Im Gramschatzer Wald wurde eine Jagd gepachtet. Als akademischer Lehrer war Röntgens Zeit voll ausgefüllt. Er begann mit etwas über 100 Hörern, hatte aber bereits nach zwei Jahren 185. Er las wöchentlich fünfstündig am Vormittag die ganze Experimentalphysik, am Nachmittag gab es von Montag bis Freitag privatim Physik und er musste sich um das Praktikum sowie die Doktoranden kümmern. 1893/94 bekleidete Röntgen das Amt des Rektors.

Zu Beginn seiner Amtszeit hielt er die übliche Rektoratsrede, wobei er deutliche Kritik an der Bayerischen Universitätsverwaltung übte. In seinen einleitenden Worten bemerkte er:
"Die Unterhaltung und Förderung der Universität möge vom Fürsten und seinen Beratern als eine Ehrensache aufgefasst und nicht bloß danach bemessen werden, wie viel brauchbare Beamte, Ärzte usw. jährlich auf derselben ausgebildet werden."

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