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Deutsch Intern
    Faculty of Physics and Astronomy

    Sa, 21. Mai 2022

    Von rasenden Elektronen - und wie sie uns helfen, neue Materialien zu entwickeln

    Samstag, 21. Mai 2022 - Präsenzveranstaltung

    um 10:30 Uhr im Max-Scheer-Hörsaal im Hörsaalbau der Naturwissenschaften

    Prof. Dr. Vladimir Hinkov

    Sonnenlicht ist die Grundlage allen Lebens. In der Natur gibt es Organismen, die Licht aus Biolumineszenz zu verschiedenen Zwecken nutzen. Glühlampen, Leuchtstoffröhren und LEDs sind künstliche Lichtquellen, die aus unserem Alltag nicht wegzudenken sind, und wir alle kennen Laser als besonders starke, gerichtete Lichtquellen, die für Forschung und Technologie sehr wichtig sind. Eine exotische Art, Licht zu erzeugen, besteht darin, Elektronen in sogenannten Synchrotrons, die den Durchmesser von Leichtathletik-Stadien haben, mit nahezu Lichtgeschwindigkeit kreisen zu lassen. Beim Abbremsen verlieren die Elektronen Energie, welche sie in Form von Licht abstrahlen. Das Licht kann dabei beliebig variiert werden und z. B. sichtbar sein, oder aus anderen Bereichen des Spektrums stammen, wie z. B. aus dem Infraroten oder aus dem Röntgenbereich. Es ist extrem intensiv und gebündelt.
    Zunächst beobachtet als „Abfallprodukt“ in der Teilchenphysik, wird Synchrotronstrahlung heutzutage dazu genutzt, um damit Materialien in ihren strukturellen, physikalischen und chemischen Eigenschaften zu untersuchen. Es ist in so verschiedenen Disziplinen wichtig wie in der Biologie, Ökologie, Kristallographie, und in der Physik, ist aber auch für industrielle Anwendungen interessant, z.B. in der Materialprüfung.