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    Fakultät für Physik und Astronomie

    "Unsichtbares" sichtbar machen - Magnetresonanztomographie chemischer Austauscheffekte

    Samstag, 06. Juli 2019

    um 10:30 Uhr im Max-Scheer-Hörsaal im Hörsaalbau der Naturwissenschaften

    Professor Dr. Peter Jakob

    Die Magnetresonanztomographie (MRT) hat sich als detailtreue Schnittbildgebungstechnik mit hohem Gewebekontrast in der klinischen Routinediagnostik etabliert. Die MRT nutzt dabei zur Bildgebung das hochkonzentrierte Wassersignal des Gewebes. Diese "Wasser-MRT" ist aber nicht in der Lage, MRT-Signale von extrem niedrig-konzentrierten Stoffklassen, z.B. Zuckern, in klinisch verträglichen Aufnahmezeiten darzustellen. Interessanterweise konnte vor kurzem erstmalig gezeigt werden, dass sich mit Hilfe des sog. chemischen Austauscheffekts (Englisch: Chemical-Exchange-Saturation-Transfer = CEST) die nahezu "unsichtbaren" Zuckersignale mit erheblich höherer Empfindlichkeit (ca. 2-3 Größenordnungen) nachweisen lassen! Darauf aufbauend wurden in der jüngsten Vergangenheit neuartige CEST-MRT-Techniken vorgestellt, die physiologische Funktionen und krankhafte Veränderungen im menschlichen Körper sichtbar machen können.
    Was sind die physikalischen Prinzipien hinter diesen neuartigen CEST-Verfahren? Wie bringt man z.B. mithilfe von Traubenzuckern Tumorzellen zum „Leuchten“? Anhand von Demonstrationsversuchen wird die CEST-MRT veranschaulicht und es wird geklärt welche zukünftige Einsatzmöglichkeiten die CEST-MRT in der biomedizinischen Forschung und klinischen Anwendung bietet.
     

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