Gemeinschaftslabor für Nanoanalytik

 

Das Gemeinschaftslabor für Nanoanalytik ist eine gemeinsame Einrichtung der Universität Würzburg und des Forschungszentrums Karlsruhe, inzwischen "Karlsruher Institut für Technologie" (KIT) (http://www.kit.edu/). Es ist eng mit der Arbeitsgruppe am Lehrstuhl für Experimentelle Physik 7 verzahnt und wird seit 2008 von Prof. Dr. Friedrich Reinert geleitet. Zweck des Gemeinschaftslabors ist eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Oberflächen- und Nanostruktruphysik, insbesondere zur

  • Untersuchung der geometrischen und elektronischen Struktur von Oberflächen, dünnen Schichten und Molekülsystemen,
  • Durchführung verschiedener Arten von röntgenspektroskopischen Methoden an Festkörpern, Adsorbaten, Flüssigkeiten, Nanoteilchen und biologischen Systemen, sowie
  • Weiterentwicklung von Messmethoden im Bereich der Nanoanalytik und der Forschung mit Synchrotronstrahlung.


Dazu stehen eine ganze Reihe verschiedener analytischer Apparaturen zur Verfügung, die sich zum größten Teil in den Räumlichkeiten des Physikalischen Instituts befinden. Die verwendeten Methoden umfassen

  • Photoelektronenspektroskopie im VUV und Röntgenbereich (ARUPS, ESCA, XPS)
  • Inverse Photoemissionsspektroskopie für unbesetzte elektronische Zustände nahe der Fermienergie (IPES)
  • Elektronen-Energieverlust-Spektroskopie für niederenergetische ladungserhaltende Übergänge (HR-EELS)
  • Beugung langsamer Elektronen zur Oberflächenstrukturanalyse (SPA-LEED)
  • Rastersondenverfahren zur Oberflächenmikroskopie (AFM, STM)


Weiterhin gibt es im Gemeinschaftslabor auch Spektrometer, die stationär an den Synchrotronstrahlungsquellen Advanced Light Source (ALS) (http://www.als.lbl.gov/) in Berkeley und BESSY (http://www.bessy.de/) in Berlin eingesetzt werden. Die Synchrotronstrahlung erlaubt wegen ihrer hohen Brillanz und der Durchstimmbarkeit die Durchführung von

  • spektromikroskopischen Untersuchungen mittels XPEEM/LEEM (SMART)
  • Röntgenabsorptionsspektroskopie und resonanter Photoemissionsspektroskopie (ResPES) mittels dispersiver Paralleldatenerfassung (UE52/PGM)
  • resonanter inelastischer Röntgenstreuung (RIXS), auch an Flüssigkeiten mit hohem Dampfdruck und an biologischen Systemen.

 


Weitere Informationen am besten vor Ort oder E-Mail an reinert@physik.uni-wuerzburg.de.