
Wechselspiel und Wechselwirkung zweier Schlüsselwissenschaften
Mathematik und Physik sind zentrale Bestandteile unserer technikbasierten Wissensgesellschaft. Beide sind sowohl erkenntnistheoretisch als auch anwendungsorientiert. Physik und Mathematik sind ubiquitäre Bestandteile der Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften. Meist gelingt es nur mit Hilfe physikalisch-mathematischer Modelle, Methoden und Lösungsverfahren für komplizierte Prozesse zu verstehen, zu simulieren und zu optimieren. Mathematik und Physik sind untrennbar miteinander verbunden: Mathematik ist die universelle Sprache der Physik und stellt effiziente Methoden zur Behandlung physikalisch-technischer Fragestellungen bereit. Die Physik wiederum bildet eine wichtige Antriebsfeder zur Entwicklung neuer mathematischer Theorien und ist eine der Hauptanwendungsbereiche der Mathematik.
Der rapide Fortschritt der Mathematik und Physik in den letzten Jahrzehnten ist vielfach diesen und vielen weiteren Querverbindungen zwischen Physik und Mathematik zu verdanken. Viele überraschende neue Anwendungen z.B. in der Quantenfeldtheorie, der Quantenkontrolle oder auf konform invariante Prozesse wurden dadurch überhaupt erst ermöglicht.
Physiker und Mathematiker werden in zahlreichen Bereichen der Industrie, Verwaltung und Forschung eingesetzt und benötigt. Ihre Berufsaussichten sind seit vielen Jahrzehnten hervorragend. Aufgrund der Fortentwicklung der mathematischen und physikalischen Grundlagenforschung haben sich die Anwendungsmöglichkeiten der Mathematik und Physik und damit die Nachfrage nach gut ausgebildeten Physikern und Mathematikern in den letzten Jahren enorm erhöht. Durch die fortschreitende Verflechtung zwischen Mathematik und Physik besteht insbesondere ein erhöhter Bedarf an interdisziplinär ausgebildeten Absolventen, die ausgeprägte und fächerübergreifende Kernkompetenzen in Physik und Mathematik vorweisen können.
Zielgruppe
Der Studiengang wurde für Studienanfänger konzipiert, die sich sowohl für dei (theoretische) Physik wie für die Mathematik interessieren. Neben Vorlesungen und anderen Veranstaltungen an der Universität ist ein spezielles Seminar zur Mathematischen Physik integriert, in dem die Studentinnen und Studenten erste praktische Eindrücke von der Arbeit im Team sammeln können. Falls im Lauf des Studiums das Interesse an der Forschung wächst, steht den Studierenden nach Abschluss des Bachelor- und Masterstudiengangs der Weg in die Promotion und damit in wissenschaftliche Karrieren offen.
Dauer und weiterführende Möglichkeiten
Die Regelstudienzeit bis zum Abschluss des Bachelorstudiums der Mathematischen Physik beträgt drei Jahre. Das Studium wird mit der Bachelorarbeit abgeschlossen, einer zweimonatigen Forschungsarbeit aus dem Bereich der Theoretischen und/oder Mathematischen Physik. Bachelorabsolventen können dann in einen Beruf einsteigen oder das zweijährige Masterstudium anschließen. Die Berufschancen besonders nach Abschluss des Masterstudiums sind auf Grund des großen Bedarfs der Wirtschaft für "Querschnittsdenker" sehr gut.
Auslandsprogramm
Ein besonderer Pluspunkt ist das Austauschprogramm des Studiengangs mit führenden Universitäten in den USA und Kanada. In der Bachelor- oder Masterphase können Interessierte bis zu einem Studienjahr an Partneruniversitäten wie der UBC Vancouver verbringen. Die im Ausland erzielten Leistungsnachweise werden voll für das Studium anerkannt.
Masterstudium
Im Masterstudium folgt eine Spezialisierung auf bestimmte Forschungsrichtungen in der Theoretischen oder Mathematischen Physik. Die Masterarbeit wird innerhalb einer Arbeitsgruppe zu aktuellen Forschungsthemen angefertigt. Mit dem Master of Science in Matehmatischer Physik wird ein Abschluss erreicht, der dem bislang verliehenen Diplom-Abschluss äquivalent ist. Mit dem Masterabschluss steht die Welt offen: entweder eine Doktorarbeit oder Einstieg in die Berufswelt.
Nähere Informationen:
www.physik.uni-wuerzburg.de/studium/studienangebot/mathematische_physik/
FOKUS Studiengang
Für besonders leistungsbereite und motivierte Studierende der Mathematischen Physik mit großem Forschungsinteresse bietet die Universität Würzburg den stark forschungsorientierten und gestrafften Studiengang FOKUS im Rahmen des Elitenetzwerkes Bayern in Kooperation mit Max-Planck Instituten an. Dieser Studiengang führt die Studierenden frühzeitig an die aktuelle Forschung heran und bereitet somit auf die wissenschaftlichen Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung im Fachbereich Nanowissenschaften vor.
Für den FOKUS Master-Studiengang sind eine persönliche Bewerbung nach einer Immatrikulation im Studiengang Mathematische Physik, das erfolgreiche Bestehen eines Auswahlverfahrens sowie weitere Leistungen erforderlich. Der Studiengang schließt mit dem Abschluss "Master of Science with Honors" ab.
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